Es war wieder mal spät gestern. Sehr spät. Der Shantychor aus Mitgliedern der Besatzung zusammen mit dem Kreuzfahrtdirektor – einer echten Rampensau – heizten kurz vor Mitternacht dem noch wachen Publikum (also auch uns) ordentlich ein. Ein lustiger Tagesausklang.

Es wird wohl daran liegen, dass der morgendliche Tee nicht ganz ausreicht, mich sicher auf die Beine zu stellen. Es muss noch ein Cappuccino her. Und den gibt es auf der Dachterrasse vom Kaufhaus Salling. Dachterrasse? Nein, es ist eine Dachlandschaft mit Wegen, Schrägen, Plattformen, Treppen und tollen Aussichtspunkten über die Stadt – dazwischen immer wieder dichte Bepflanzungen. Sowas hatten wir noch nie gesehen. Eine Attraktion

Ansonsten ist Århus eine moderne, lebendige Stadt, die dennoch ein paar museale Gassen mit den für das alte Dänemark typischen kleinen Häusern hat, vor denen Rosen und Stockrosen blühen.

Wir schauen natürlich in den dem St. Clemens geweihten Dom, in dem der Kantor für den 12:00 Uhr-Gottesdienst übt. Allerdings gefallen uns die von ihm dargebrachten Stücke weniger. Es mag auch an der etwas merkwürdigen Akustik der Kirche gelegen haben, die dafür sorgte, dass einzelne, schnell gespielte Töne zu einer Art Tonmus verschmolzen.

Vieles reiht sich im Zentrum der Stadt entlang der Åarhus Å: Durchaus ansehnliche Großstadtbebauung, moderne Kulturbauten, Cafés, Restaurants und auch in Dänemark eher seltener gesehene Backsteinbauten, die aussehen, als stammten sie aus dem ersten Vierteljahrhundert des vergangenen. Natürlich gibt es hypermoderne Wohnviertel und modernste Zweckbauten, Åarhus ist schließlich eine moderne Stadt – aber die sind eben oftmals reine Geschmackssache .

Insgesamt hat uns Århus gut gefallen.