{"id":357,"date":"2020-04-03T11:16:58","date_gmt":"2020-04-03T09:16:58","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.family-riders.de\/blackforest\/?page_id=357"},"modified":"2021-07-12T14:16:44","modified_gmt":"2021-07-12T12:16:44","slug":"seite-07","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-17\/seite-07\/","title":{"rendered":"Potpurri &#8211; oder wo wir sonst noch waren"},"content":{"rendered":"<p><em>Potpurri<\/em>, was f\u00fcr ein sch\u00f6nes altmodisches Wort f\u00fcr ein buntes musikalisches Allerlei! Adaptieren wir es doch einfach f\u00fcr eine bunte Zusammenstellung dessen, was wir sonst noch erlebt, erfahren oder besucht haben.<\/p>\n<p><strong>Todtmoos<\/strong><\/p>\n<p>Ein kleiner Ort im Hochschwarzwald, den wir nun schon zum dritten Mal aufsuchen, weil er einfach genial gelegen ist, um sch\u00f6ne Motorradtouren im s\u00fcdlichen Schwarzwald, im nahen Frankreich oder in der n\u00f6rdlichen Schweiz zu unternehmen. Auch wandern kann man hier sehr gut- was wir vor einigen Jahren bereits ausprobiert haben.<\/p>\n<p>Der Ort selbst ist klein und macht an einigen Stellen den Eindruck, als h\u00e4tte er schon bessere Tage gesehen. Aber manchmal t\u00e4uscht man sich ja auch im Sommer, vielleicht geht hier eher im Winter die Post ab. Immerhin gibt man sich viel M\u00fche mit den G\u00e4sten und allein die Kurkarte, mit der man u.a. im ganzen Schwarzwald kostenlos Bahn und Bus benutzen darf, ist der Erw\u00e4hnung wert.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es diverse Ferienattraktionen f\u00fcr die \u00e4ltere Generation (also f\u00fcr uns ;-). Ein kleines aber sehr feines Heimatmuseum l\u00e4dt ein, es gibt die allw\u00f6chentliche Darbietung heimatlicher Kl\u00e4nge und T\u00e4nze (z.B. die Bernauer Blechner, ein Blasinstrumentquintett, oder die Todtmooder Trachtengruppe), angeleitetes Schwarzw\u00e4lder-Kirschtorte-backen, gef\u00fchrte Wanderungen u.v.m. Aber es finden sich auch erstaunlich viele junge Leute im Ort und das Europ\u00e4ische Jugendg\u00e4stehaus macht seinem Namen alle Ehre.<\/p>\n<p><strong>Bad S\u00e4ckingen<\/strong><\/p>\n<p>Jeder kennt ihn, Scheffels <em>Trompeter von S\u00e4ckingen<\/em>, oder hat zumindest von ihm geh\u00f6rt. Ist man allerdings vor Ort, f\u00e4llt auf, dass es au\u00dfer ihm und seinem &#8211; schlichtweg nach einem Lokal auf Capri benannten &#8211; <em>Kater Hiddigeigei<\/em> (was sich vorz\u00fcglich auf das &#8211; wahrscheinlich bewusst &#8211; falsch ausgesprochene Pompeji reimt), noch mindestens drei weitere interessante Dinge gibt: Den Fridolinsdom, die 400 Jahre alte Holzbr\u00fccke \u00fcber den Rhein und das kleine Schloss Sch\u00f6nau.<\/p>\n<p>Der Dom ist absolut sehenswert. Hier ein paar Minuten in aller Ruhe zu sitzen und das Gesamtkunstwerk auf sich wirken zu lassen, sollte eigentlich eine Pflicht\u00fcbung f\u00fcr jeden Stadtbesucher sein. Ebenso das Anschauen und nat\u00fcrlich auch Begehen der eingehausten Holzbr\u00fccke \u00fcber den Rhein. Alte, blank gefahrene Holzdielen bilden den Boden, offene Fachwerke erm\u00f6glichen sch\u00f6ne Ausblicke auf Bad S\u00e4ckingen und in den Br\u00fcckenerkern finden sich neben Heiligenstatuen auch geschichtliche Informationen \u00fcber das Bauwerk. Die Schweizer Seite ist wohl nur zum Umkehren geeignet. Viel los ist hier nicht.<\/p>\n<p>Bleibt noch das Schloss Sch\u00f6nau mit seinem kleinen Park und &#8211; nat\u00fcrlich &#8211; der Statue des Trompeters. Nat\u00fcrlich deshalb, weil dies der Ort ist, an dem die historische Vorlage f\u00fcr das Trompeterepos zu finden ist: Die Heirat zwischen dem b\u00fcrgerlichen Franz Werner Kirchhofer und der adligen Maria Ursula von Sch\u00f6nau &#8211; eine gesellschaftliche Unm\u00f6glichkeit im 17. Jahrhundert&#8230;<\/p>\n<p><strong>St. Blasien<\/strong><\/p>\n<p>Als wir vor einigen Jahren zum ersten Mal in dieser Gegend waren und ich den Ortsnamen St. Blasien auf einem Busfahrplan sah, fiel mir ein, dass meine Oma hier bereits Urlaub gemacht hatte \u2013 wir empfanden das damals nicht gerade als Referenz.<\/p>\n<p>Aber es lohnt sich! Man findet dort eine der gr\u00f6\u00dften Kuppelkirchen Europas, den Dom St. Blasien, der mit einer H\u00f6he von 62 und einer Kuppelspannweite von 36 Metern bei aller Schlichtheit der Einrichtung f\u00fcr eine katholische Kirche einfach imposant und gro\u00dfartig ist. Daneben ein Kloster mit sch\u00f6nem Garten und einige Bauten im Stadtzentrum, die an ehrw\u00fcrdige Zeiten als Kurort erinnern und heute moderne Gesch\u00e4fte beherbergen.<\/p>\n<p><strong>Schwarzw\u00e4lder Kirschtorte<\/strong><\/p>\n<p>Man sollte es nicht glauben, diese so landestypische Torte ist zwar in allen Orten erh\u00e4ltlich, aber von durchaus unterschiedlicher Machart, Qualit\u00e4t \u2013 und ja \u2013 auch Quantit\u00e4t. Bekommt man bei einem Konditor ein ganz normales St\u00fcck Torte, kann es bei einem anderen schon mal ein Achtel der ganzen Torte sein, w\u00e4hrend anderswo wiederum fast hom\u00f6opathisch anmutende Mengen des Backwerks verabreicht\u00a0werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend unseres Urlaubes haben wir aber auch, quasi ganz von selbst durch h\u00e4ufigeres Verkosten, eine qualitative Abstufung erfahren, an deren Spitze ganz eindeutig das Caf\u00e9 Zimmermann in Todtmoos steht und deren Schlusslicht der Haldenhof im Kleinen Wiesental bildet. Die f\u00fcnf weiteren <em>Proben<\/em> lagen in der Mitte.<\/p>\n<p><strong>Nadine<\/strong><\/p>\n<p>Hat man Freunde oder Bekannte in seiner Urlaubsgegend zu wohnen, besucht man sie. So geschehen mit Nadine, einer unserer Motorradfreundinnen von den Alten S\u00e4cken. Sie wohnt in einem sch\u00f6nen Tal etwa 90 km Luftlinie von Todtmoos entfernt, hat uns \u2013 na, wozu wohl &#8211; eingeladen und wir nutzen die Verabredung, um auf dem Weg noch einige uns unbekannte Orte und Nebenstra\u00dfen des Mittleren Schwarzwaldes zu erkunden.<\/p>\n<p>Beispielsweise St. Peter. Ein idyllisches Dorf mit einer, wieder mal, imposanten Klosterkirche. Ganz anders als in St. Blasien ist diese Kirche im Barockstil gehalten und dementsprechend pr\u00e4chtig &#8211; was, wie bereits erw\u00e4hnt, den Dom in St. Blassen aber nicht weniger sehenswert macht.<\/p>\n<p>Und dann der Kandel. Mit 1.241 Metern die h\u00f6chste Erhebung im Mittleren Schwarzwald und durch seine Alleinstellung im Ensemble der ihn umgebenden Erhebungen mit einer wunderbaren Aussicht versehen. Hier oben tobt am sonnigen Sonntagnachmittag der B\u00e4r: Ausfl\u00fcgler, Paraglider, Wohnmobilisten und nat\u00fcrlich ein paar Motorradfahrer \u2013 wir, zum Beispiel. Allerdings wird der Fahrspa\u00df bergab nach Waldkirch arg getr\u00fcbt durch den Zustand der Stra\u00dfe dorthin. Die L186, <em>Schwarzwald Panoramastra\u00dfe<\/em> genannt, ist schmal, kurvig, bietet zum Teil sch\u00f6ne Aussichten, ist aber eben auch stark erneuerungsbed\u00fcrftig und erfordert selbst auf unseren Maschinen volle Konzentration und einen gesunden R\u00fccken.<\/p>\n<p>Da beruhigt es uns, dass bei einem St\u00fcckchen Schwarzw\u00e4lder Kirschtorte aus dem nahegelegenen M\u00e4rchengarten Caf\u00e9 (\u00fcbrigens Platz zwei unserer Hitliste) selbst die erfahrene einheimische Nadine zugeben muss, dass ihr diese Stra\u00dfe arg zu schaffen macht und sie sie eher meidet.<\/p>\n<p><strong>Touratech<\/strong><\/p>\n<p>Ebenfalls etwa 80 km Luftlinie entfernt von unserem Urlaubsdomizil hat Touratech seinen Firmensitz, in Niedereschach. Wir planen eine Einkaufstour dorthin, um unsere Maschinen mit mehr oder weniger n\u00fctzlichen Erg\u00e4nzungen auszustatten, die wir vermutlich im n\u00e4chsten Urlaub, n\u00e4mlich im Baltikum, gebrauchen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Am neuerbauten Haus des Unternehmens angekommen, stellt sich allerdings schnell heraus, dass man wohl eher auf BMW und KTM spezialisiert ist, als auf Triumph. Die Auswahl an Komfortsitzen, Windschildern und \u00e4hnlichem Reisezubeh\u00f6r ist f\u00fcr diese Marken deutlich gr\u00f6\u00dfer als f\u00fcr unsere. Und weil die f\u00fcr Triumph, zumindest laut Katalog, erh\u00e4ltlichen Teile dann noch nicht einmal am Lager sind, fahren wir ziemlich entt\u00e4uscht wieder fort.<\/p>\n<p>Hier und jetzt kommt unserem Navi von TomTom die Aufgabe des Stimmungsmachers zu. Auf kurvenreiche Strecke eingestellt, schickt es uns \u00fcber kleine und kleinste Stra\u00dfen, durch nahezu verlassene Hochebenen und ebenso einsame W\u00e4lder nach Hause zur\u00fcck. Nat\u00fcrlich nicht ohne uns in Lenzkirch eine Pause f\u00fcr die Pflicht-Torte zu erlauben.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind viel unterwegs gewesen. Meistens mit den Maschinen, manchmal aber auch mit dem Linienbus. Letzteres hat \u00fcbrigens zu der erstaunlichen Erkenntnis gef\u00fchrt, dass mit diesen Fahrzeugen zum Teil winzigste Stra\u00dfen befahren werden, von denen man meinen sollte, es w\u00e4re unm\u00f6glich. Wenn man also mit seiner Maschine auf solchen Stra\u00dfen unterwegs ist und glaubt, allein auf weiter Flur zu sein, kann es voll daneben gehen, wenn einem pl\u00f6tzlich so ein Linienbus entgegen kommt. Hier im S\u00fcdschwarzwald ist daher selbst in der vermeintlichen Einsamkeit kleinster Nebenstra\u00dfen fahrtechnisch gro\u00dfe Vorsicht geboten.<\/p>\n<p>Aber es ist ja nochmal gut gegangen&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bf-on-tour.de\/m-17\/seite-06\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-343\" src=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-17\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2017\/09\/zurueck.png\" alt=\"\" width=\"50\" height=\"37\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Potpurri, was f\u00fcr ein sch\u00f6nes altmodisches Wort f\u00fcr ein buntes musikalisches Allerlei! Adaptieren wir es doch einfach f\u00fcr eine bunte Zusammenstellung dessen, was wir sonst noch erlebt, erfahren oder besucht haben. 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