{"id":233,"date":"2016-06-21T10:44:58","date_gmt":"2016-06-21T08:44:58","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.family-riders.de\/gibraltar\/?page_id=233"},"modified":"2021-02-26T17:31:55","modified_gmt":"2021-02-26T16:31:55","slug":"p-10","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/p-10\/","title":{"rendered":"Serra da Estrela"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Heute steht nun endlich das Sternengebirge auf dem Programm. Vor ein paar Wochen hat es hier noch f\u00fcrchterlich gebrannt. Im Fernsehen konnte man L\u00f6schflugzeuge und verzweifelt k\u00e4mpfende Feuerwehrm\u00e4nner sehen. Mal sehen, was wir davon noch entdecken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-236 alignleft\" src=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.00-300x225.jpg\" alt=\"Beitrag 11.00\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.00-300x225.jpg 300w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.00-150x113.jpg 150w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.00.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst fahren wir auf der N339, biegen dann aber auf eine Nebenstra\u00dfe ab, um schnell noch zu tanken. Auf dieser Route umrunden wir die Stadt\u00a0<em>Seia<\/em>\u00a0und kommen am enderen Ende des Ortes wieder auf die richtige Stra\u00dfe. In Richtung\u00a0<em>Sabugueiro<\/em>\u00a0fahren wir jetzt in die Berge hinein bis wir den Abzweig nach\u00a0<em>Manteigas<\/em>\u00a0erreicht haben, auf dem wir hin\u00fcber zur N232 wechseln wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem ersten St\u00fcck Stra\u00dfe wird uns sofort bewusst, wie hier das Feuer gew\u00fctet haben muss: Kein Baum, kein Strauch. Nur verbranntes Land, geschmolzene Seitenpfosten und durch Hitze verbogene Leitplanken. Es riecht\u00a0nach kaltem und feuchtem Ru\u00df. Als wir dann zur N232 hin\u00fcberwechseln wollen, haben wir das Gef\u00fchl, wie auf rohen Eiern zu fahren. Die Stra\u00dfe ist v\u00f6llig trocken und doch ist sie irgendwie rutschig und unzuverl\u00e4ssig. Insgesamt und in den Kurven ganz besonders, fahren wir sehr sehr vorsichtig und langsam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-237 size-full\" src=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.02.jpg\" alt=\"Beitrag 11.02\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.02.jpg 800w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.02-150x113.jpg 150w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.02-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 85vw, 800px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als uns ein Polizeiwagen entgegen schleicht, halten wir kurz an, um ihn vorbei zu lassen \u2013 die Stra\u00dfe ist fast nur einspurig \u2013 und sehen, warum wir hier so herumeiern und auch der Polizeiwagen so langsam f\u00e4hrt. Von der Hitze des Feuers ist die oberste Schicht des Asphalts geschmolzen oder verbrannt (das l\u00e4sst sich nicht mehr feststellen) und \u00fcbrig geblieben sind die im Asphalt verarbeiteten Steine. Etwa so gro\u00df und rund wie kleine H\u00fchnereier, sind sie total\u00a0glasiert\u00a0und machen jetzt praktisch die gesamte Stra\u00dfenoberfl\u00e4che aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-239 size-full\" src=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.03.jpg\" alt=\"Beitrag 11.03\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.03.jpg 800w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.03-150x113.jpg 150w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.03-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 85vw, 800px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der N232 angekommen, sieht die Landschaft nicht viel besser aus. Hier ist ebenfalls weitl\u00e4ufig alles verbrannt. Erst als wir uns dem Gipfel n\u00e4hern, ist wieder Wald zu sehen und wir fahren zwischen niedrigen Nadelb\u00e4umen dahin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann der Abstieg nach\u00a0<em>Manteigas<\/em>: Ein echtes Abenteuer, selbst wenn wir zeitweise hinter Kleinlastern herfahren m\u00fcssen. Steil und kurvig mit gro\u00dfartigen Ausblicken auf die tief im Tal liegende Stadt, deren wei\u00dfe Hausw\u00e4nde und rote D\u00e4cher herrlich in der Sonne leuchten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-240 size-full\" src=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.06.jpg\" alt=\"Beitrag 11.06\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.06.jpg 800w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.06-150x113.jpg 150w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.06-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 85vw, 800px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann eine kurze Stadtdurchfahrt und wieder hinauf in die Berge. Dieses Mal in das Tal, welches auf ziemlich geradem Weg zum\u00a0<em>Torre Estrela<\/em>\u00a0f\u00fchrt, einem Pass zwischen\u00a0<em>Manteigas<\/em>\u00a0und der N339. Die Stra\u00dfe ist nicht in bestem Zustand, eng und an manchen Stellen ziemlich steil, aber das ist nicht wirklich schlimm, denn wir sind weit und breit die einzigen, die hier l\u00e4ngs fahren \u2013 und wir genie\u00dfen es in vollen Z\u00fcgen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-241 size-full\" src=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.07.jpg\" alt=\"Beitrag 11.07\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.07.jpg 800w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.07-150x113.jpg 150w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.07-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 85vw, 800px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit wir uns nicht wieder total verfahren, habe ich \u201eTante Navigon\u201c im Ohr und die sagt mir pl\u00f6tzlich: \u201eBitte in 700 Metern den Kreisverkehr an der zweiten Ausfahrt verlassen.\u201c Ich fasse es nicht. Hier mitten im Gebirge, in einer Gegend, in der Felsen dominieren und nicht Stra\u00dfen und in der au\u00dfer uns beiden nicht mal ein paar Schafe oder K\u00fche zu sehen sind, hier soll ein Kreisverkehr sein? Nach weiteren 400 Metern dieselbe Ansage: \u201eBitte in 300 Metern&#8230; usw. usw.\u201c Sie ist echt hartn\u00e4ckig. Und dann: Wir kommen nach besagten 300 Metern aus den Felsen heraus und unsere Stra\u00dfe ist oben auf der Passh\u00f6he zu Ende. Na, und wo endet sie? In einem riesigen, auf die Stra\u00dfe aufgemalten Kreisverkehr. Da wir immer noch weit und breit die einzigen Lebewesen sind, fahren wir den Kreis gen\u00fcsslich ab, blinken rechts und biegen betont vorschriftsm\u00e4\u00dfig in die N336 in Richtung\u00a0<em>Covilh\u00e3<\/em>\u00a0ab. So ein Quatsch ist uns ja lange nicht begegnet&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir befinden uns jetzt auf knapp 2.000 Metern H\u00f6he und die Temperatur ist inzwischen auf etwa 38\u00b0 C angestiegen \u2013 sagt jedenfalls meine Campinguhr, in der auch ein Thermometer eingebaut ist. Daher machen wir in\u00a0<em>Penhas da Saude<\/em>\u00a0erst einmal Rast auf der Terrasse eines Souvenirladens, in dem wir eine kalte Cola bekommen und unter einen Sonnenschirm fl\u00fcchten k\u00f6nnen. Die Verst\u00e4ndigung klappt v\u00f6llig reibungslos auf Englisch. Was f\u00fcr ein Unterschied zu Nord-Spanien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-242 size-full\" src=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.10.jpg\" alt=\"Beitrag 11.10\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.10.jpg 800w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.10-150x113.jpg 150w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.10-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 85vw, 800px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer halben Stunde ist der Abstieg aus der\u00a0<em>Serra da Estrela<\/em>\u00a0angesagt \u2013 leider. Aber auch dieser Abstieg ist beeindruckend. In eleganten Kurven schl\u00e4ngelt sich die Stra\u00dfe einem in gro\u00dfen B\u00f6gen ausgefahrenen Walzer gleich hinunter nach\u00a0<em>Covilh\u00e3<\/em>. Und an jeder zweiten Kurve ist angegeben, dass man wieder 100 H\u00f6henmeter hinter sich gelassen hat. Beginnend bei 1.900 und endend bei 1.400 Metern. Dann sind wir unten \u2013 leider!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist Mittag und an Strecke haben wir heute quasi noch gar nichts gut gemacht. Daher geht es jetzt z\u00fcgig durch die Ebene nach\u00a0<em>Fund\u00e3o<\/em>, wo wir in einer Bar direkt an der Stra\u00dfe etwas zu Mittag essen wollen. Der Besitzer, ein uralter Mann, schlurft durch seinen Laden und durch die auf dem Fu\u00dfweg stehenden, voll besetzten Tische. Er vermittelt den dringenden Eindruck, dass er nichts verkaufen und niemanden bedienen m\u00f6chte. Er beachtet uns einfach nicht \u2013 und nicht nur uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach etwa 15 Minuten gehe ich in die Bar und frage, ob wir etwas zu trinken bekommen k\u00f6nnen. Die Antwort: Ja. Aber mehr passiert nicht. Er r\u00fchrt sich hinter seiner Bar nicht vom Fleck. Auf die Frage, ob wir auch etwas zu essen bekommen k\u00f6nnen, lautet der kurze Bescheid: Nein. Ich gehe zur K\u00fchlvitrine und zeige auf eine Dose Cola. Er zuckt mit den Achseln und bedeutet mir, dass er uns davon zwei bringen wird. Ich soll hinausgehen. Irgendwann stehen tats\u00e4chlich zwei kalte Dosen Cola auf unserem Tisch. Gl\u00e4ser? Fehlanzeige. Geht doch auch direkt aus der Dose.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wir auch noch weiter wollen, stellt sich jetzt die Frage, wie wir ihn wohl dazu bekommen, uns die Rechnung zu bringen. Und wirklich, auch diese Zeremonie zieht sich nahezu unendlich in die L\u00e4nge. Nachdem wir endlich einen Zettel mit Zahlen darauf erhalten haben, legen wir das Geld einfach auf den Tisch und gehen. Da wir Einiges anzuziehen und zu ordnen haben, bevor wir wieder losfahren, z.B. \u201eTante Navigon\u201c zu programmieren, dauert es eine Weile und ich beobachte, ob er wohl kommt und das Geld vom Tisch nimmt. Keineswegs. Bis wir abfahren, hat er sich nicht wieder blicken lassen. Unser Geld liegt wohl noch immer auf dem Tisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-243 size-full\" src=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.09.jpg\" alt=\"Beitrag 11.09\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.09.jpg 800w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.09-150x113.jpg 150w, https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2016\/06\/Beitrag-11.09-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 85vw, 800px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinter\u00a0<em>Fund\u00e3o<\/em>\u00a0fahren wir auf der N238 wieder direkt in die Berge. Wieder durchqueren wir herrliche Landschaften, allerdings auch wieder ehemalige Waldbrandfl\u00e4chen. Geschmolzene Begrenzungspf\u00e4hle, verbogene Leitplanken, versengte Stra\u00dfenschilder. Die Nadelb\u00e4ume auf der einen Stra\u00dfenseite stehen noch, aber sie sind verkohlt und auf der anderen Stra\u00dfenseite ein Silberwald. Die Laubb\u00e4ume haben offenbar nicht gebrannt, aber ihr Laub ist von der Hitze verd\u00f6rrt. Sie sind silbern geworden. An einer Kreuzung ein Wohnhaus. V\u00f6llig unversehrt. Gegen\u00fcber ist alles verbrannt. Dann mitten im ehemaligen Wald wieder ein Wohnhaus. Nichts ist \u00fcbrig geblieben au\u00dfer den Resten von ein paar Au\u00dfenmauern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist wie ein Ritt durch die H\u00f6lle: Wir sind hoch oben in den Bergen. Schatten ist selten. Die Temperatur liegt bei 40\u00b0 C. Pinkelpause? Unn\u00f6tig. Es kommt nichts mehr. Das Navi verabschiedet sich andauend wegen \u00dcberhitzung, obwohl es in der Brusttasche meiner Kombi st\u00e4ndig dem Fahrtwind ausgesetzt ist. Wir haben nur noch ungef\u00e4hr eine Ahnung, wo wir sind. Orte sind hier nicht oft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Strecke haben wir vier Sandlaster \u00fcberholt, die im Schneckentempo durch die Berge unterwegs waren. Bei einer Pause sind sie wieder an uns vorbei gefahren. Wir gehen davon aus, dass bei\u00a0<em>Sert\u00e3<\/em>\u00a0auf die IC8 abbiegen und uns nicht weiter st\u00f6ren werden. Vor\u00a0<em>Sert\u00e3<\/em>\u00a0beginnt es nach verbranntem Gummi und hei\u00dfer Bremse zu riechen. Zu sehen oder zu h\u00f6ren ist nichts, wir sind v\u00f6llig allein. Am Ende der Stadtdurchfahrt von\u00a0<em>Sert\u00e3<\/em>\u00a0wissen wir, was den Gestank verursacht: Es ist einer der LKW. Offensichtlich ist er nicht abgebogen und qu\u00e4lt sich jetzt mit qualmender Bremse den Berg hinauf. Wie lange das wohl gut geht bei dieser Hitze, bis die Achse fest sitzt oder der Reifen zu brennen beginnt. Auf diese Weise kann man auch Waldbr\u00e4nde erzeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwann erreichen wir die N110 und kommen nach\u00a0<em>Tomar<\/em>. Die Stadt ist sehr eng, sehr belebt und v\u00f6llig unbeschildert. Es ist Nachmittag und es herrschen immer noch rund 38\u00b0C. Das Navi streikt und wir landen in einer Kreisverkehrsbaustelle. Es geht im Schneckentempo einer PKW-Schlange \u00fcber holprigen Sand und zwischen gewaltigen Baggern immer im Kreis herum. Wo sollen wir ausfahren? Keine Schilder, kein Navi, keine Ahnung. Das Ergebnis: Irgendwo raus, wo die meisten PKW ausfahren, ungef\u00e4hr der Sonne nach, Richtung S\u00fcden navigieren, Einbahnstra\u00dfen folgen, in einer anderen PKW-Schlange durch die (durchaus sehenswerte) Altstadt schleichen \u2013 und wieder an demselben Kreisverkehr ankommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem wir den Parcour mit kleineren Variationen zwei Mal abgefahren haben, kennen wir den Kreisverkehr und die Altstadt schon recht gut und diesmal gibt \u201eTante Navigon\u201c nicht auf, sondern lotst uns endlich aus dieser Stadt wieder hinaus auf die IC3. Bis\u00a0<em>Goleg\u00e3<\/em>\u00a0schaffen wir es noch, dann fallen wir fast von den Maschinen. Es waren nur ca. 280 km heute und der Campingplatz ist eine Katastrophe \u2013 mehr als die geforderten 1,45 Euro\u00a0pro Nacht ist er wirklich nicht wert \u2013 aber jetzt geht nichts mehr. Schluss! Aus!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bf-on-tours.de\/m-10\/p-09\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-333\" src=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2017\/06\/zur\u00fcck.png\" alt=\"\" width=\"50\" height=\"37\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/p-11\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-332\" src=\"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-10\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2017\/06\/weiter.png\" alt=\"\" width=\"50\" height=\"37\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute steht nun endlich das Sternengebirge auf dem Programm. Vor ein paar Wochen hat es hier noch f\u00fcrchterlich gebrannt. Im Fernsehen konnte man L\u00f6schflugzeuge und verzweifelt k\u00e4mpfende Feuerwehrm\u00e4nner sehen. Mal sehen, was wir davon noch entdecken k\u00f6nnen. 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