{"id":60,"date":"2017-02-12T17:45:51","date_gmt":"2017-02-12T16:45:51","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.family-riders.de\/nordkap\/?page_id=60"},"modified":"2020-04-03T11:30:47","modified_gmt":"2020-04-03T09:30:47","slug":"page-24","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bf-on-tour.de\/m-06\/page-24\/","title":{"rendered":"Epilog"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich diese Motorradtour nun im Detail beschrieben habe, erscheint es mir sinnvoll, noch einige Abschlu\u00dfbemerkungen zu machen. Das sei hiermit getan:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Reise:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie lang unsere Reise tats\u00e4chlich war, wissen wir nicht mit Sicherheit, denn unsere Kilometerz\u00e4hler z\u00e4hlten unterschiedlich. Hendrik ist 8.541 Kilometer gefahren und ich nur 8.413. Dabei ist er praktisch immer hinter mir her gefahren und ich bin einige Male auch noch zum Einkaufen allein losgewesen. Wir haben uns daher auf 8.500 Kilometer Fahrt geeinigt obwohl die Mitte nur bei 8.477 liegt &#8211; aber was sind schon 23 Kilometer bei so einer Strecke&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter ist zu bemerken, da\u00df die im Text angegebenen Fahrzeiten immer Bruttozeiten sind, also Pausen, Essens- und Wartezeiten an F\u00e4hren mit enthalten. Besichtigungen, wie beispielsweise am S\u00fcd- und Nordkap oder in Sundborn, sind nat\u00fcrlich nicht eingerechnet. Ich denke, das ist richtig so, denn wer diesen Bericht liest, um evtl. selbst eine solche Tour zu planen, kann die Kilometerleistung pro Tag ehrlicherweise nicht an Nettofahrzeiten orientieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Kleidung:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer in diese Breitengrade f\u00e4hrt sollte unbedingt warme Kleidung einpacken! Wir hatten von den Temperaturen her praktisch alles, was es gibt, von \u00fcber 30\u00b0 Celsius im Schatten bis zu gef\u00fchlten Minusgraden durch Windchill und Verdunstungsk\u00e4lte bei Regenfahrten. Sehr empfehlenswert ist es, eine Regenkombi mitzunehmen, selbst wenn man einen wetterfesten Tourenanzug besitzt. Ich habe im hohen Norden die Regenkombi gern \u00fcber meinen GoreTex-Anzug gezogen, um es trotz high-tech Skiunterw\u00e4sche und eingekn\u00f6pftem Winterfell im Anzug etwas w\u00e4rmer zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Unsere Maschinen:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin mit meiner Honda SevenFifty und Hendrik mit seiner Yamaha XJR 1300 unterwegs gewesen. Beides sind keine klassischen &#8222;Reisedampfer&#8220;. Etwas reisetauglicher habe ich mir meine Maschine dadurch gemacht, da\u00df ich in eine Halbschale als Verkleidung, eine Reisesitzbank, eine Steckdose und vier Gep\u00e4ckhaken investiert habe. Bis auf die Reisesitzbank war Hendriks Maschine ebenso ausgestattet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Gep\u00e4cksystem fahre ich zwei Krauser-Koffer K5 mit je 47 Ltr. Fassungsverm\u00f6gen. Das Raumangebot war f\u00fcr vier Wochen Reise v\u00f6llig ausreichend. Zelt, Luftmatratze, Schlafsack, ein bequemer Regiestuhl und ein Reisetisch aus Aluminium waren in zwei Gep\u00e4ckrollen wasserdicht verpackt und fuhren als Sozius mit. Kleinkram, wie Ladeger\u00e4te, Reisef\u00fchrer, etc. fanden im Tankrucksack Platz. Abends kamen hier auch kurzfristig die Lebensmittel aus den Superm\u00e4rkten hinein. Hendrik mag keine Koffer und fuhr deshalb Stoffsatteltaschen von Louis. Ging auch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was haben wir vermi\u00dft? Nun, es wird ja oft \u00fcber die Bequemlichkeiten gel\u00e4stert, die namhafte Motorradhersteller im Angebot haben. Als da w\u00e4ren: Heizgriffe, Sitzheizung, Windabweiser am Lenker, etc. etc. Bis zum Polarkreis hat keiner von uns beiden dar\u00fcber nachgedacht, da\u00df solche Accessoires au\u00dfer teuer auch sinnvoll sein k\u00f6nnten. N\u00f6rdlich dieser Linie kamen wir allerdings unabh\u00e4ngig voneinander zu der Erkenntnis, da\u00df uns solcher Art Zubeh\u00f6r das Reisen hier durchaus erleichtern w\u00fcrde. Nat\u00fcrlich ging es ohne, aber mit w\u00e4re es sicher auch nicht schlecht gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Was wir nicht gesehen haben:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Elche<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Spezies h\u00e4lt es mit der Anwesenheit offensichtlich wie der Weihnachtsmann: Im Sommer nie! Hendrik war in Finnland ein Mal der Meinung, einen jungen Elch gesehen zu haben. Seine Beschreibung deutete aber doch eher auf ein Rentier. Von daher m\u00fcssen wir also sagen, da\u00df wir die K\u00f6nige des skandinavischen Waldes lediglich auf Stra\u00dfenschildern und Aufklebern zu Gesicht bekommen haben. Von der Behauptung, Elche seien lediglich eine nordl\u00e4ndische PR-Ma\u00dfnahme und in Wirklichkeit gibt es sie gar nicht (mehr?), nehmen wir nat\u00fcrlich weitesten Abstand&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Nord- oder Polarlichter<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In jedem Reisef\u00fchrer sind diese Himmelserscheinungen lang und breit beschrieben. Nur, wenn n\u00f6rdlich des Polarkreises auch nachts immer die Sonne scheint, kann man die Lichter nicht sehen &#8211; und im Winter f\u00e4hrt hier keiner hin. (Zumindest wir nicht.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Norwegen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Land ist ein Eldorado f\u00fcr Motorradfahrer! Ich kenne kein anderes Land, in dem es sinnvoller w\u00e4re als hier, eine gerade Strecke auszuschildern, einfach weil so selten welche vorkommen. Nat\u00fcrlich bezieht sich diese Aussage nicht unbedingt auf die Hauptstra\u00dfen (E6, E39, etc.) sondern eher auf die Stra\u00dfen, deren Nummern zwei- oder dreistellig sind &#8211; aber das sind ja auch gerade diejenigen, die von Motorradtouristen bevorzugt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Stra\u00dfen:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Zustand der Stra\u00dfen &#8211; auch der Nebenstra\u00dfen &#8211; ist im allgemeinen gut, der Belag ist griffig. Allerdings mu\u00df man sich mit den L\u00e4ngsrillen arrangieren, die vom Winterdienst in den Asphalt eingefr\u00e4st sind und die oftmals ziemlich chaotisch verlaufen. Im trockenen Zustand gew\u00f6hnt man sich schnell daran, da\u00df der Vorderreifen manchmal seine eigenen Wege zu fahren versucht, bei Regen bleibt aber ein ungutes Gef\u00fchl, weil die ohnehin kleine Reifenaufstandsfl\u00e4che durch diese Rillen noch einmal reduziert wird. Wir waren bei Regen deshalb immer etwas langsamer unterwegs und sind kaum zwischen den Reifenspuren gefahren. Dort steht zwar mehr Wasser aber es sind deutlich weniger L\u00e4ngsrillen vorhanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch kann es passieren, da\u00df die Reifenspuren der Stra\u00dfen sehr ausgefahren sind. Unterschiede zwischen der Mitte und den Spuren k\u00f6nnen schon mal mehrere Zentimeter ausmachen. Und es gibt Stellen, in denen die Asphaltdecke einer Spur &#8211; meist der rechten &#8211; einfach aufgebrochen ist. In diesen F\u00e4llen empfiehlt es sich, rasch die Spur zu wechseln, denn diese Bereiche haben zum Teil scharfe Abbruchkanten von \u00fcber 10 cm H\u00f6he. Durch Schilder angezeigt ist so etwas \u00fcbrigens nie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine weitere Eigenart in Norwegen ist es, quasi \u00fcber Nacht neue Teerdecken auf die Stra\u00dfen zu ziehen. Solche Passagen sind nat\u00fcrlich auch ohne Hinweisschilder sehr gut zu erkennen, sie sind aber wenig griffig und gl\u00e4nzen \u00f6lig. Alle Strecken, die wir auf neuem Asphalt passieren mu\u00dften &#8211; und das waren zum Teil mehrere Kilometer hintereinander &#8211; sind wir daher extrem vorsichtig gefahren. Ganz toll: Auf so einem Rutschbelag steil und kurvig bergab zu fahren&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und zum Abschlu\u00df ein Hinweis, dessen G\u00fcltigkeit wir nicht nur in Norwegen, sondern auch in Schweden verifizieren konnten: Wenn &#8211; und das ist wahrlich selten &#8211; eine Querrinne per Verkehrsschild angezeigt ist, sollte man sich sofort in h\u00f6chste Alarmbereitschaft begeben! Hierbei handelt es sich n\u00e4mlich in der Regel nicht um die aus Deutschland bekannten l\u00e4cherlichen Unebenheiten im Stra\u00dfenbelag. Nein, hinter so einem Schild fehlt meist einfach der komplette Stra\u00dfenbelag auf ganzer Breite. Zwar oft nur f\u00fcr 20 bis 200 Meter, aber immerhin. Wer hier mit zu viel Tempo hineinf\u00e4hrt, wei\u00df nicht, was ihm bl\u00fcht, denn gerade im hohen Norden sind diese Strecken reine Kraterlandschaften aus Wasser und mehr oder weniger festgefahrenem Ger\u00f6ll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>\u00dcbernachtung:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind mit dem Zelt unterwegs gewesen und haben in Jugendherbergen oder H\u00fctten \u00fcbernachtet. Die Campingpl\u00e4tze waren in der Regel sehr akzeptabel, wenngleich sie kaum dem deutschen Standard einer ADAC-Klassifikation verw\u00f6hnten Klientel entsprechen. Sie sind h\u00e4ufig recht einfach aber immer sauber. Ein Problem ist die Verpflegung, wenn man als Motorradfahrer nicht etwas Platz in seinen Gep\u00e4cksystemen f\u00fcr Lebensmittel reserviert hat. Die Einkaufsm\u00f6glichkeiten auf den Pl\u00e4tzen kann man n\u00e4mlich getrost ignorieren. Meistens beschr\u00e4nkt sich das Warenangebot auf N\u00e4schereien f\u00fcr Kinder. Und wenn es doch Lebensmittel gibt, ist die Auswahl h\u00f6chst eingeschr\u00e4nkt (Stichwort: Elchbrot). Wir haben uns abends in Superm\u00e4rkten eingedeckt und immer nur so viel gekauft, wie wir an einem Abend und Morgen verbrauchen konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer meint, mit Zelten k\u00e4me man am preiswertesten durch das teure Norwegen, liegt zwar grunds\u00e4tzlich richtig, sollte aber nicht vergessen, da\u00df es sich um ein Bergland handelt. Je weiter wir nach Norden kamen, desto felsiger wurden die Campingpl\u00e4tze. Das ist zwar nicht auf den ersten Blick sichtbar gewesen, weil die Oberfl\u00e4che in der Regel eine Wiese war, aber wenn in zwei oder drei Zentimetern Tiefe der Fels beginnt, ist selbst das teuerste High-Tech-Zelt nur noch f\u00fcr studierte Outdoor-Profis windsicher abzuspannen. Man sollte also H\u00fctten nicht nur wegen des wechselhaften Wetters in die Kalkulation einbeziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcbrigens: Auf vielen Pl\u00e4tzen obligatorisch ist das Vorzeigen der &#8222;Camping Card Scandinavia&#8220;! Man kann sie kostenlos im Internet bestellen (\u00fcber die unten aufgef\u00fchrten Adressen) und kauft auf dem ersten Campingplatz in Skandinavien &#8211; egal, in welchem Land &#8211; eine Jahresmarke. Es ist auch m\u00f6glich, die Karte auf dem ersten angelaufenen Platz zu kaufen. Dann bekommt man aber \u00fcbergangsweise nur eine Quittung und keine Plastikkarte. Die kommt sp\u00e4ter per Post, wenn der Urlaub l\u00e4ngst zu Ende ist, nach Haus. Mit Quittung geht es nat\u00fcrlich auch, kann aber ein Ordnungsproblem werden, wenn man lange unterwegs ist und sich viele \u00e4hnlich aussehende Zettel ansammeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Jugendherbergen, die wir besucht haben, waren alle sehr in Ordnung &#8211; bis auf Sunndals\u00f8ra, die war reichlich mickrig. In der Regel haben die Herbergen eine K\u00fcche zur Selbstverpflegung am Abend, viele bieten auch Waschgelegenheiten mit Waschmaschine und Trockner an (oft sogar kostenlos) und wir haben es als h\u00f6chst angenehm empfunden, morgens verpflegt zu werden. Das war zwar nicht immer im Preis enthalten, konnte aber zugebucht werden. Bei den im Internet angegebenen \u00dcbernachtungspreisen ist \u00fcbrigens Vorsicht angesagt. Das scheinen lediglich Richtwerte zu sein. Die real zu zahlenden Preise lagen oft h\u00f6her. Da\u00df in Jugendherbergen alle Personen einen g\u00fcltigen JH-Ausweis des jeweiligen Heimatlandes ben\u00f6tigen, d\u00fcrfte wohl selbstverst\u00e4ndlich sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>F\u00e4hren:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie aus dem Text ersichtlich ist, haben wir viele F\u00e4hren benutzt. Hier kommt es \u00f6fter zu Wartezeiten, insbesondere um die Mittagszeit, die man in seine Streckenplanung einbeziehen mu\u00df! Die reinen Fahrzeiten und die Preise kann man sich aus dem Internet holen (die Preisangaben sind \u00fcbrigens auch hier nur Richtwerte, in der Praxis sind die Fahrpreise meist h\u00f6her). N\u00fctzlich zu wissen: Die norwegische Bikerunion hat ein Abkommen mit den F\u00e4hrgesellschaften des Landes, das Motorradfahrern gestattet, sich in den Warter\u00e4umen f\u00fcr Fahrzeugf\u00e4hren immer vor die wartenden PKWs zu setzen, um garantiert mit der n\u00e4chsten F\u00e4hre mitzukommen und um immer als erste auffahren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Finnland<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kenne Leute, die von Finnland begeistert sind und insofern hatte ich mich auf das Land gefreut. Jetzt bin ich entt\u00e4uscht. Nicht nur, da\u00df Finnland wohl lediglich f\u00fcr Endurofahrer reizvoll ist (weil die abseits der gro\u00dfen, geteerten Stra\u00dfen fahren k\u00f6nnen), mir hat auch der menschliche Umgang dort nicht zugesagt. Selbst sp\u00e4ter in Schweden konnten wir sicher sein, da\u00df wenn jemand abends in der Herberge seine Maschine wortlos neben unsere stellte oder ein freundliches &#8222;hey&#8220; durch Abwenden beantwortete, dann hatte diese Person an ihrem Fahrzeug ein finnisches Kennzeichen. Auch wenn mancher Finnlandkenner, der diese Zeilen liest, sie vielleicht als ungerecht empfinden wird, unser Eindruck bez\u00fcglich des Umgangs miteinander war kein guter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Stra\u00dfen:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier gibt es nichts zu meckern, was die Griffigkeit des Belages angeht. Er wirkt wie eine Reibe auf die Reifen. Wie bereits im Text angemerkt, haben 580 Kilometer Finnland unseren Reifen mehr zugesetzt als \u00fcber 3.500 Kilometer Norwegen. Au\u00dferdem waren alle von uns befahrenen Stra\u00dfen in einem Top-Zustand. Sie sind lediglich extrem langweilig, weil praktisch kurvenlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schweden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schweden ist ein sch\u00f6nes Land. Hatten wir in Finnland den Eindruck, da\u00df dort die Menschen ihr Land ertragen und umgekehrt das Land seine m\u00fcrrischen Bewohner hinnimmt, so ist der Eindruck hier, da\u00df die verhalten fr\u00f6hlichen Schweden ihr Land lieben und das Land diese Liebe erwiedert. Abgesehen davon, da\u00df die skandinavische Mentalit\u00e4t nat\u00fcrlich nicht der aufbrausenden Herzlichkeit Italiens entspricht, begegnet man sich in Schweden mit einer unaufdringlichen Freundlichkeit, die wir als sehr angenehm empfunden haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Stra\u00dfen:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gro\u00dfen Hauptstra\u00dfen sind fast Autobahnen, die Nebenstra\u00dfen sind f\u00fcr Motorradfahrer sehr empfehlenswert und die kleinen Nebenstra\u00dfen haben meist keinen festen Belag. So kann man das Stra\u00dfenangebot Schwedens wohl zusammenfassen. Der Stra\u00dfenzustand ist unterschiedlich. Auf den kleinen Nebenstra\u00dfen, die gerade noch geteert sind, ist er oft schlecht und man braucht eine gute gesundheitliche Kondition, wenn man nicht gerade mit einer zweir\u00e4drigen S\u00e4nfte unterwegs ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was den Reiz f\u00fcr Motorradfahrer angeht, ist Schweden von drei Seiten zu betrachten. Kommt man aus Deutschland hierher, findet man in etwa die gleiche Stra\u00dfenstruktur vor, was den Anteil von geraden Strecken und Kurven angeht. Kommt man von Finnland, ist der Norden Schwedens auch nicht viel interessanter. Kommt man von Norwegen ist man zwangsl\u00e4ufig entt\u00e4uscht. Wer also von Anfang bis Ende einer solchen Tour auf unendliche Kurvenfahrten aus ist, sollte seinen R\u00fcckweg wieder durch Norwegen legen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>\u00dcbernachtung:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcbernachtet haben wir meist in den STF-Jugendherbergen und ab und an auch auf Campingpl\u00e4tzen. Bis auf Stockholm waren alle Herbergen prima in Schu\u00df und sehr angenehm. Das Einzige, was mir dort gefehlt hat, war eigentlich nur der norwegische Geitost zum Fr\u00fchst\u00fcck &#8211; aber man kann ja nicht alles haben&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zahlen &amp; Daten<\/strong><\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"2\" align=\"left\" width=\"200\"><b>Gefahrene km pro Land (mein Tacho)<\/b><\/th>\n<th rowspan=\"6\" width=\"50px\"><\/th>\n<th align=\"left\"><b>Benzinverbrauch<\/b><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Deutschland<\/td>\n<td align=\"right\">1.203 km<\/td>\n<td rowspan=\"5\" valign=\"top\">439,17 ltr. = 5,2 ltr.\/100<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>D\u00e4nemark<\/td>\n<td align=\"right\">525 km<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Norwegen<\/td>\n<td align=\"right\">3.659 km<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Finnland<\/td>\n<td align=\"right\">580 km<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Schweden<\/td>\n<td align=\"right\">2.446 km<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hilfreich bei der Planung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Vorbereitung, aber auch bei der Durchf\u00fchrung der Reise waren folgende Unterlagen und Links sehr hilfreich:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Baedeker Reisef\u00fchrer Norwegen (ganz altmodisch im Buchhandel erh\u00e4ltlich),<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">ADAC Tour-Set (als ADAC-Mitglied kostenlos),<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Das skandinavische Jugendherbergsverzeichnis (kostenlos von www.vandrerhjem.no),<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Das schwedische STF-Jugendherbergsverzeichnis (kostenlos in jeder schwedischen JH),<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Verzeichnis der norwegischen NAF-Campingpl\u00e4tze (kostenlos von www.naf.no),<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Diverse Brosch\u00fcren \u00fcber norwegens Landesteile (kostenlos von www.visitnorway.com),<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">www.reuber-norwegen.de (eine tolle Website mit gro\u00dfartigen Detailinfos \u00fcber Norwegen),<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">www.norwegen-freunde.de (sehr gut organisierte Website mit vielen Infos),<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">www.skandinavien.de (gut f\u00fcr allgemeine Infos und z.T. auch f\u00fcr Routenbeschreibungen),<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">www.vandrerhjem.no (Infos zu norwegischen Jugendherbergen; s.o.)<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">www.svenskaturistforeningen.se (dto. zu schwedischen Jugendherbergen),<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">www.hostellit.fi (dto. zu finnischen Jugendherbergen),<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">www.camping.no (Infos zu norwegischen Campingpl\u00e4tzen, nicht nur NAF-Pl\u00e4tze),<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">www.camping.se (dto. zu schwedischen Campingpl\u00e4tzen)<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">www.camping.fi (dto. zu finnischen Campingpl\u00e4tzen),<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich diese Motorradtour nun im Detail beschrieben habe, erscheint es mir sinnvoll, noch einige Abschlu\u00dfbemerkungen zu machen. 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